Häufige Fragen

Allgemein

Einblenden aller Antworten
Ausblenden aller Antworten
  • Ist das Haus MINERGIE zertifiziert?

    Eine sehr oft gestellte Frage. - Nein. Dazu müsste eine Lüftungsanlage, auch kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) genannt, mit Wärmerückgewinnung eingebaut sein. Bei  MINERGIE Bauten steht der Komfort der Gebäudebenutzer und der niedrige Energieverbrauch während des Betriebs im Vordergrund (siehe ENDK- Konferenz kantonaler Energiedirektoren) und die Lüftungsanlage ist wichtiger Bestandteil dieses Konzepts. Raumluft/Feuchtigkeit muss künstlich über die Lüftungsanlage abgeführt werden resp. ausgetauscht werden. Manuelle Lüftung durch Fenster öffnen ist möglich, allerdings wird so die installierte Technik umgangen und reduziert an Heiztagen die Effizienz der Anlage. KWL's können durchaus eine Variante sein wo Komfort im Vordergrund steht wenn akzeptiert wird dass die Raumluft über mehr oder weniger saubere Rohr- und Filteranlagen zirkuliert. Ueber den letzten Punkt wird viel und oft diskutiert. Für die einen ist die KWL ein gesundheitliches Problem, andere leben damit ohne merkliche Gesundheitsbelastung.  Eine gut gewartete KWL sorgt vermutlich für bessere Raumlauft als ein Raum der zuwenig (manuell) gelüftet wird. Wir haben uns dennoch gegen eine solche Lüftungsanlage entschieden und an anderes, natürlicheres, Konzept gewählt. Für unseren Geschmack gibt es an anderen Stellen schon genug Lüftungsanlagen (im Auto, Hotelzimmer, Büro, Flugzeug, in der Bahn usw. ). Wir wollten desshalb zumindest in den eigenen vier Wänden den natürlichen und regelmässigen Luftaustausch ohne Lüftungssystem. Dies gibt uns volle Kontrolle über die Qualität der Raumluft und mehr Unabhängigkeit. Für uns bedeutet das Einströmen der frischen Morgenluft bei offenem Fenster das Plus an 'Komfort'. Und die mit dem Fenster öffnen verbundene Bewegung ist dazu noch gesund! Der kurzfristige Wärmeverlust beim Oeffnen des Fensters wird durch die gespeicherte Wärme in der Gebäudemasse als Abstrahlungswärme in Kürze wieder aufgebaut. Die Verwendung natürlicher Baustoffe (Holz/Lehm) reguliert die Feuchtigkeit problemlos, da diese von den Materialien aufgenommen und bei Bedarf wieder abgegeben wird. Dank der effizienten  Holzheizung mit Hypokaustenwänden und den Wegfall der KWL braucht es keine aufwändige Regeltechnik und die Heizung funktioniert ohne Strom. Dies vereinfacht die Wartung und der Betrieb ist äusserst zuverlässig. Die zugeführte Energie in Form von Holz stammt aus lokaler Produktion und ist CO2 neutral. Somit erfüllt das ganzheitliche Konzept aus ökologischer Sicht höchste Ansprüche bei sehr gutem und gesundem Wohnkomfort.  Ökologisch Bauen setzt also nicht unbedingt ein MINERGIE (Eco) Zertifikat voraus. Es gibt durchaus alternative Konzepte die vielfach noch weitere Kriterien einschliessen und ohne Label auskommen müssen. Ich wage den Vergleich mit dem Gemüsegarten: Ist dieser komplett biologisch bewirtschaftet, muss sich das eigene Gemüse wohl einen Vergleich mit zertifiziertem Bio-Gemüse vom Supermarkt nicht scheuen.
  • Muss das Holz an der Fassade nicht behandelt werden?

    Ein chemischer Holzschutz ist nicht nötig. Ist die Fassadenverkleidung vertikal angebracht, so läuft das Wasser gut ab und das Holz kann problemlos wieder trocknen. Werden Schutzanstriche angebracht, erreicht man genau das Gegenteil von dem was man vermeiden wollte: Die Fassade bleibt feucht und modert je nach Situation. Denn das durch Fehlstellen, Ritzen und Kratzer eintretende Wasser wird aufgesogen, kann aber kaum mehr raus. Zudem löst das Wasser den Anstrich vom Holzuntergrund und es entstehen dunkle Verfärbungen durch Mikroorganismen.  Interessanter Link zum Thema Holzschutz
  • Wird durch das Feuer im Ofen der Raumluft nicht Sauerstoff entzogen?

    Der Grundofen bezieht die Frischluft über eine separte Zuleitung von aussen. Somit wird keine warme Raumluft für die Verbrennung angesogen.
  • Gibt es Geruchbelästigungen durch die Heizung?

    Nein.
  • Wie oft muss im Winter eingefeuert werden? Ist dies nicht mühsam?

    In der Regel reicht es aus wenn einmal am Tag eingefeuert wird. Nur an sehr kalten Tagen kann es notwendig sein dass zweimal eingefeuert werden muss. Das Anfeuern selber dauert nur wenige Minuten und es wirkt auf uns sehr entspannend. Es ist ein wunderbares Gefühl beim Essen, Kochen oder Relaxen ein (sichtbares!) Ofenfeuer in der Nähe zu wissen. Diese Behaglichkeit erreicht nur ein Holzfeuer! 
  • Ist baubiologisches/bauökologisches Bauen teurer im Vergleich zu anderen Bauweisen?

    Baubiologisches / bauökologisches Bauen ist u.a. einfaches, wärmetechnisch optimiertes und deshalb auch kostengünstiges Bauen. Es sind dadurch keine höheren Kosten zu erwarten.