Einleben

Gut acht Monate sind nun seit dem Einzug vergangen und es gab viel Interessantes in und um das Haus zu entdecken. Jede Jahreszeit bringt auch Herausforderungen für die Bewohner und das Haus mit. Das erste 'Betriebsjahr' ist besonders wichtig, denn durch Gebrauch und Wettereinflüsse werden Hausinstallationen erstmals so richtig auf die Probe gestellt!

Im Winter stand natürlich die Heizungstechnik im Vordergrund. Unser Grundofen mit Hypokaustenwänden hat die winterlichen Herausforderungen bestens gemeistert. Mit einigen wenigen Ausnahmen reichte es aus, einmal täglich Anzufeuern. Ca. 4-5 50cm Spalten aus Tannen- oder Buchenholz reichten aus um das Haus während 24h gleichmässig zu beheizen. Möglich macht dies die gute Wärmespeicherfähigkeit des Ofens resp. der Hausmasse. Das Anfeuern ist eine kurzweilige Angelegenheit von wenigen Minuten die wir immer gerne machten. Dem Feuer zuzuschauen wie es langsam das Haus erwärmt ist sehr entspannend.

Mit dem Einzug des Frühlings waren wir natürlich gespannt wie sich unsere Umgebung und der Garten entwickeln würde. Auch die Kraft der nutzbaren Sonnenenergie nahm nun täglich zu. Stiegen an einem sonnigen Frühlingstag die Temperaturen über 12 Grad, war ein Einfeuern bereits nicht mehr nötig, denn die Sonne vermochte durch die Nutzung des Wintergartens und der Einstrahlung durch die Fenster das Haus bereits genügend zu erwärmen. Auch die Sonnenkollektoren nahmen den Betrieb zuverlässig auf und erwärmten das Brauchwasser vollständig sodass auf die elektrische Zusatzheizung komplett verzichtet werden konnte. Besonders leistungsstark zeigten sich an diesen Tagen auch die Photovoltaikmodule, denn je kühler die Module umso höher deren Leistung.

Bevor der Sommer so richtig Einzug hielt, erreichte unser Land eine lange Regenperiode mit zum Teil intensiven Niederschlägen. Da wurde auch unser Regenwassersystem zum ersten Mal getestet. Kaum waren die Regentage vorbei erreichte uns eine stabile Schönwetterlage welche Sonnenkollektoren und PV-Module auf ihre Funktionalität und Qualität testeten.

Nach ausgeprägten Wetterereignissen lohnt es sich die Installationen zu überprüfen und das korrekte Funktionieren zu verifizieren. Dabei kann man wenn nötig noch Anpassungen anbringen und man lernt man die eingebaute Technik besser kennen. Natürlich ist auch wichtig den Architekt und der entsprechende Installateur jeweils miteinzubeziehen. 

Die alternative Energienutzung hat sich bis jetzt sehr gut bewährt die Verwendung von natürlichen Resourcen wie Holz, Sonne und Regenwasser verbindet mit dem Rythmus der Natur. Ein gutes Gefühl!